Es müssen nicht immer Löwen sein. Bei einer Safari in Südafrika hat Ina Rublack die Raubtiere schon einmal beobachtet. Dass man auch bei einer Jeeptour am Bärwalder See Spannendes erlebt – diese Erfahrung machte die Weißwasseranerin mit anderen RUNDSCHAU-Lesern bei der ersten Sommertour, die in das Safariwildgehege in Uhyst führte.


Kaum hat Dr. Dietgard Eichhorst das Tor geöffnet und den olivfarbenen Jeep ein Stück in das Safariwildgehege hineinrollen lassen, kommen sie aus allen Richtungen angelaufen: Dutzende Damhirsche stürmen auf das Fahrzeug mit den Sommertouristen zu. Sie wissen, was sie zu erwarten haben: Futter! »Sie werden uns jetzt nicht mehr von der Seite weichen«, sagt Dietgard Eichhorst.

Bärwalder See - Safariwildgehege

Mit dem Jeep geht es für die RUNDSCHAU-Sommertouristen auf in das Wildgehege.

 
 

Bärwalder See - Safariwildgehege

Keine Angst vor großen Tieren: Ilse Simon und Marlene Matschke.

Mit Möhrenstücken und Körnern aus Kaffeebechern werden die Tiere bei Laune gehalten. »Niedlich«, ruft der siebenjährige Sören. Er ist zurzeit aus Berlin auf Besuch in Weißwasser bei seinen Großeltern Dieter und Marlene Matschke in Weißwasser. »Das hat genau mit der Sommertour gepasst, denn wir wollten mit Sören schon immer eine Safaritour hier machen«, freut sich Marlene Matschke. Im selben Moment kommt Leben in die Bude. Drei große Rothirsche galoppieren auf das Auto zu. Die Riesen, die immerhin eine Schulterhöhe von bis zu 1,50 Meter erreichen können, fordern ihren Teil am Futter ein.

Und dabei sind sie nicht schüchtern. Der große Kopf der Tiere kommt bis auf wenige Zentimeter schnuppernd und fordernd an die Fahrgäste heran, ein besonders großer guckt durch die Seitenfenster herein, ein Möhrchen ins Maul, und der Kopf verschwindet wieder. Der Rothirsch ist glücklich.

 
 

So zutraulich war er nicht immer, erzählt Dietgard Eichhorst. Sie hat das Prachtexemplar vor über zehn Jahren aus Neuseeland mitgebracht. »Als wir ihn rausließen, haben wir ihn erstmal fünf Jahre nicht gesehen. Erst danach ist er langsam auch an Besucher herangekommen«, sagt sie. Platz genug zum Verstecken ist auf dem Gelände genug. Auf 130 Hektar können sich die Tiere ungestört tummeln - in einen Großteil des Geländes fahren auch Dietgard Eichhorst und Marlies Wehnert nur selten hinein. »Wir wollen, dass die Tiere ganz ungestört und natürlich leben können und Rückzugsräume haben«, sagt Dietgard Eichhorst während der Jeeptour. Im selben Moment taucht der Kopf des sanften Riesen wieder am Jeep auf. Diesmal an der Hinterseite des Wagens bei Ilse Simon. Die Rentnerin scheut sich nicht, den Rothirsch zu füttern. »Das ist klasse«, sagt sie. Sie ist zusammen mit ihrer Freundin Edith Franke gekommen. Auch das Ehepaar Wudi aus Krauschwitz, das mit ihren Enkeln Anne und da ist, ist begeistert. »Super«, lautet ihr Kommentar nach der Hirschsafari am Bärwalder See.

Bärwalder See - Safariwildgehege
 
 

Bärwalder See - Safariwildgehege

Das Safariwildrevier umfasst 130 Hektar am Bärwalder See.

Bärwalder See - Safariwildgehege

„Gib mir was“, sagt dieser Blick.

 
 

Bärwalder See - Safariwildgehege

In vollem Galopp preschen die Tiere dem Jeep und dem Futter nach.

Bärwalder See - Safariwildgehege

Tourvorbereitungen: Dr. Dietgard Eichhorst und Marlies Wehnert.

 
 

Bärwalder See - Safariwildgehege

Kein Wasser, sondern Körner gibt es aus den Bechern ins Maul.

Bärwalder See - Safariwildgehege

Der siebenjährige Sören nutzt die Chance zum Tierefüttern.

 
 

Bärwalder See - Safariwildgehege

Mit offenen Handflächen signalisiert man, dass das Futter alle ist.

Das Safariwildgehege ist unter 035891/32126 zu erreichen oder www.safariwildrevier.de

 

 

 

 

 

 

Text und Fotos "Lausitzer Rundschau" vom 16. Juli 2010

Fotos: Martina Albert